Ryanair einigt sich mit irischer Pilotengewerkschaft im Tarifstreit

Nach 22-stündiger Verhandlung verkünden beide Seiten einen Durchbruch für die Arbeitsbedingungen der Piloten. Bevor die Details der Einigung veröffentlicht werden, dürfen die irischen Flugkapitäne darüber abstimmen.

Der Streit zwischen dem Billigflieger Ryanair und der irischen Pilotengewerkschaft Forsa ist vorerst beigelegt. Nach einer 22-stündigen Verhandlungsphase sei eine Einigung erzielt worden, teilte die Gewerkschaft mit. Die irische Fluggesellschaft bestätigte die Übereinkunft.

Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Erst sollten die Piloten über den erreichten Kompromiss abstimmen. In dem Streit ging es um Urlaubsregelungen, Aufstiegsmöglichkeiten und Stationierungen der Piloten. In Irland waren dafür 100 der rund 350 im Land stationierten Ryanair-Piloten an fünf Tagen in den Ausstand getreten. Die Fluggesellschaft hatte deswegen bereits angekündigt, Maschinen ins Ausland zu verlegen, was in Irland die Streichung von 300 Stellen zur Folge hätte.

Was bedeutet Einigung außerhalb Irlands?

Ob mit der irischen Einigung auch eine Lösung für andere europäische Länder näher rückt, bleibtunklar. Einige Gewerkschaften anderer Länder sagten jedoch, sie verfolgten die irischen Verhandlungen aufmerksam. In Deutschland und weiteren Staaten hatten Piloten der Fluggesellschaft Mitte August den größten Pilotenstreik ihrer Geschichte beschert. Rund 55.000 Passagiere mussten ihre Reisepläne ändern.

ehl/kle (dpa, afp, rtr)

https://www.dw.com/de/ryanair-einigt-sich-mit-irischer-pilotengewerkschaft-im-tarifstreit/a-45190829

casino maxi